Auf dem Foto sieht man den Schießstand der Armbrustschützen in Hallstatt (Foto: Viorel Munteanu)

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Die Lederhose

Der Bergbauer hat sie, der Bankbeamte hat sie, der dreijährige Bua trägt sie ebenso wie der pensionierte Oberschulrat.

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Beinkleid und Lebensstil

Was für die Schotten der Kilt, ist für die Gebirgler die Lederhose. Was ist so besonderes an diesem Beinkleid, dass es Altersunterschiede aufhebt und Klassen eint? Wenn auch nicht alle alpinen Menschen in der Lederhose herumlaufen, so gilt sie doch als Stammesabzeichen, gewissermaßen als Heimatschein. Die Stellung verdankt die „Lederne“ einem historischen Prozess, der im ausgehenden Rokoko seinen Anfang nahm.

Damals wurde es in höfischen Gesellschaften Mode, Bauernhochzeiten und Schäferspiele zu veranstalten, bei denen man durch entsprechende Kostümierung sich in das Landvolk verwandelte und diesem dadurch – zwar noch überaus naiv – Beachtung schenkte. In dem Bestreben nach einem einfachen Leben wandte man den Blick ins Gebirge. Besonderes Interesse finden die Schilderungen der Tracht. Vor allem die Lederhose war es, die dem Betrachter und dem Träger ein Stück Gebirgsromantik vermittelte, die Vorstellung von Urwüchsigkeit, Jugendkraft und Mannesmut. So wurde die ursprüngliche Arbeitskleidung der Bauern und Forstleute salonfähig, was bei diesen nicht immer auf ungeteilte Begeisterung stieß.

Die Aneignung des Volkstums gab es aber auch auf einer viel höheren Ebene Wenn Kaiser Franz Josef bei seinem Sommer-Aufenthalten in Ischl, wo er bei jeder passenden Gelegenheit in der „Kurzen“ erschien, so geschah das, um seine Volksverbundenheit zu demonstrieren. Hierin folgte der Erzherzog Johann, der sich bereits am Beginn des 19. Jahrhunderts in der Tracht der Jäger zeigte und darin zu einer Symbolfigur für eine ganze Epoche wird. Für die Herstellung der Lederhose wird in erster Linie Hirsch- oder Gamsleder verwendet. Wegen des angenehmen Tragens wurde auch Bockhäutene sehr geschätzt, doch ist Ziegenleder heute sehr rar. Zur Verarbeitung werden die Häute sämisch gegerbt. Beim „Irchen“ wie man im bayrischen-österreichischen Sprachraum dafür sagt, wird das Leder gewalkt und mit Öl oder Fischtran behandelt, wodurch es weich und biegsam wird und diese Vorzüge auch bei Regen behält.

Der Kenner bewertet die Hose nach der Anzahl der Steppnähte, die neben die eigentliche Naht gesetzt werden. Er spricht dann von drei-, fünf- oder siebennähtigen Hosen. Nach dem Schnitt und der Gestaltung kann die Lederhose den verschiedenen Lederhosenmachern zugeordnet werden.

Wer also etwas auf sich hält und bei den verschiedensten Anlässen nicht als "nur kostümiert" abgestempelt zu werden will, muss sie einfach haben ... die maßgefertigte, handgenähte Lederhose!

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