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Wie es früher einmal war ...

Das Innere Salzkammergut – eine historische Kulturlandschaft seit Jahrtausenden.

Das Innere Salzkammergut zog schon früh Menschen an, die das lebensnotwendige Salz suchten. Schon im 2. Jahrtausend v. Chr. finden wir Spuren von Salzgewinnung am Hallstätter Salzberg. Das wichtige Exportgut Salz sorgte für Wohlstand, Grabbeigaben belegen umfangreiche und ausgedehnte Handelsbeziehungen.

Die Blütezeit des altertümlichen Bergbaues war zweifellos die Zeit von 800 bis 400 v. Chr. (ältere Eisenzeit), die wegen der zahlreichen Funde in Hallstatt, als „Hallstattzeit“ in die Geschichte einging.

Später wurde das Bergwerk durch einen Grubeneinbruch beeinträchtigt. Kurz vor der Zeitenwende traten die Römer die Herrschaft an, die sich im Tal ansiedelten, die örtliche Bevölkerung betrieb nach wie vor ihr Handwerk. Eventuell war die Region kaiserliche Domäne. Mit dem Abzug der Römer im 5. Jhdt. n. Chr. ging ein fast vollständiger Kulturbruch einher. Es ist nicht gesichert, ob im Früh- und Hochmittelalter Salz abgebaut wurde. Es gibt vereinzelte Hinweise, eine Salzproduktion an der West-Seite des Sandlings ist möglich.

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Gesicherten Boden betreten wir erst wieder an der Wende zum 14. Jhdt., als die Habsburger das Gebiet als landesfürstlichen Privatbesitz (Kammergut) übernahmen. Hallstatt schwang sich wieder zur bedeutenden Produktionsstätte auf. Im 16. Jhdt. führte die Verbindung Österreichs mit Böhmen zu einer Boom-Phase, gleichzeitig sickerte der evangelische Glaube ein. Bald waren die Kapazitäten Hallstatts erschöpft, die Wälder glichen Karst-Landschaften, weshalb Ischl und später Ebensee, für Steigerungen sorgten.

Mit der Gegenreformation brach eine unselige Zeit für das innere Salzkammergut an, die in der Vertreibung von knapp 700 Protestanten nach Siebenbürgen gipfelte. 1781 brachte die langersehnte Toleranz.

Um 1800 begann die touristische Erschließung der Region, die ersten Reisenden schrieben Führer durch die „Österreichische Schweiz“. Der Tourismus begann aber erst richtig mit der Einführung der Eisenbahn, die das Gebiet leicht erreichbar machte. Seither ist das Innere Salzkammergut ein beliebte Tourismusdestination, was mit der Ernennung zum Welterbe 1997 auch international gewürdigt wurde.

© Dr. Michael Kurz, Dez. 2002