Auf dem Foto sieht man den Schießstand der Armbrustschützen in Hallstatt (Foto: Viorel Munteanu)

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Die Hohe Kunst des Schnapsbrennens ...

... ist im Inneren Salzkammergut noch weit verbreitet. Den besten Tropfen zu produzieren ist allerdings nicht einfach, sondern erfordert Erfahrung, Geschick und eine feine Nase!

Das Schnapsbrennen ist staatlicher Weise streng reglementiert und genauso streng nehmen die heimischen Bauern das Schnapsbrennen. Schließlich hat jeder das beste Obst und muss dem Jahr für Jahr gerecht werden. Der Startschuss für das Entfernen der Plombe vom Brennkessel fällt, nachdem die Maische (in Fässern gelagertes und gärendes Obst) ausgearbeitet (ausgegärt) hat, genauer gesagt, wenn sich schon eine ledrige Haut über der Maische gebildet hat. Die Menge der Maische wurde zuvor vom „Finanzer“ genau abgenommen, bzw. wurde sie ihm gemeldet und daraus errechnet sich die Menge Schnaps, die schließlich in die Flasche tröpfeln darf!

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Die Maische wird nun im Kupferkessel erhitzt, der dabei entstehende Dampf wird durch ein Kupferrohr abgeleitet, welches durch einen mit Wasser gefüllten Kühlbottich geführt wird. Dort kondensiert der Dampf zu sogenanntem Luterwasser, einem 9°-10° „Schnaps“ ein eher schwächliches Getränk also, das schließlich in Fünfliterflaschen rinnt. Ist die ganze Maische solcherart zu Luterwasser geworden (der unbrauchbare Rest der Maische wird als „Brod“ weggeschüttet), beginnt der zweiter Durchgang, das Läutern. Der peinlich gereinigte Kupferkessel wird nun mit dem Luterwasser gefüllt und der Verdampfungs- bzw. Kondensierungsvorgang beginnt von vorne. Was jetzt am Ende der Kupferleitung in die Flasche tröpfelt kann sich meist wirklich sehen, bzw. schmecken lassen: Ein Echter Obst-, Apfel- oder Zwetschgenschnaps, mit rund 20°, was einem Alkoholgehalt von ca. 50% entspricht.

Was hier so sachlich und leicht nachvollziehbar klingt, ist im Brennstüberl eine fast geheimnisvolle Prozedur. Jeder hat sein eigenes Rezept, nur auserlesens Obst wird verwendet, und genauso schmeckt er dann auch, der echte Schnaps aus dem Inneren Salzkammergut, in jedem Ort ein bisschen anders, aber überall unverwechselbar.
So ist von den vielfachen Winterbeschäftigungen des Bauern die „edelste“, das Schnapsbrennen erhalten geblieben. Wohl bekomm‘s!

Für alle die mehr über diese schöne Tradition erfahren möchten gibt es die Internetseite des Goiserer Schnapsdunstkreises - www.schnapsdunstkreis.athttp://schnapsdunstkreis.at/


Für nähere Auskünfte wenden Sie sich bitte an:

Goiserer Schnapsdunstkreis

Obmann Gaisberger Leopold
Tel.: +43 6135 8453
Verkostung für Gruppen auf Anfrage möglich!