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Krambamperl brennen

"Des Abend Spät, des Morgens früh, trink ich mein Glas Krambambuli ...", heißt es in einem beliebten Studentenlied, aber hier scheint der Sänger wohl ein wenig zu übertreiben.

Denn lang würde er das nicht machen, dazu ist der Krambambuli doch ein wenig zu stark. Wer noch nicht weiß worum es geht: Um eine süß-heiße Köstlichkeit, die, ob ihres Alkoholgehaltes nicht uneingeschränkt genießbar, am Stefanitag, 26. Dezember, in diversen Gasthäusern, aber auch mitunter privat zu sich genommen wird.

"Krambambuli" ...

... ist ursprünglich ein Lautspiel um den Danziger Wacholderbranntwein. Später nahm man Schnaps - und zwar echt gebrannten, kein Industriefusel. Das randvolle Glas (üblicherweise eine Halbe, da der Krambambuli ohnedies in größerer Runde verkostet wird) wird mit einem Fichtenspreißel entzündet und über das bläuliche Flämmchen wird eine Gabel gehalten, auf der Zuckerstückchen liegen. Diese tropfen durch die Flamme in den Schnaps, wo sie als braune Klümpchen zu Boden sinken. Leichter wird der Schnaps dadurch wohl nicht, dafür aber heiß - und süß.

Gestoppt wird die kontinuierliche Zuckerzufur nach eigenem Gutdünken, das Getränk sollte allerdings eine satte braune Farbe haben. Da der aufgelöste Zucker auch wegspritzt, schaut es jetzt auf dem Tisch dementsprechend aus - wenn man nicht mit einem Teller, auf dem das Glas steht, vorgesorgt hat. Apropos Glas: Wurde schon erwähnt, dass auch dieses nicht das schönste Ihrer Sammlung sein sollte und auch dickwandig, denn sonst könnte es durch den heißen Krambambuli zerspringen.

Heiße Köstlichkeit

Jetzt, da die Flamme gelöscht ist, darf der "Krambamperl", wie er am Fuße des Dachsteins liebevoll heißt, verkostet werden. Hier zeigt er die nächsten Tücken. Wer nämlich während des Trinkens einatmen will, wird einen Schluck dieser heißen Köstlichkeit in den - hoffentlich präparierten - Magen kriegen. Also: Ausatmen, Luft anhalten, trinken - Stop! Lassen Sie auch Ihrem Nachbarn noch ein Schluckerl, den wer hier den falschen Ehrgeiz an den Vormittag legt, hat sich den restlichen Tag schon eingeteilt ...

Der Krambamperl ist für die Stammgäste des Hauses meist ein kleines Dankeschön für die treue im vergangene Jahr. So ist das "Krambamperl-Brennen" ein Stück Wirtshauskultur im inneren Salzkammergut. Und warum sollte er Ihnen nicht schmecken ... der Krambambuli!