Auf dem Foto sieht man den Hallstättersee aus der Vogelperspektive (Foto: Viorel Munteanu)

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Der Soleleitungsweg

Der Soleleitungsweg zwischen Hallstatt und Lauffen ist wegen Holzschlägerungen, Steinschlaggefahr und Wartungsarbeiten weiterhin gesperrt und wird auch voraussichtlich 2019 nicht begehbar sein. Alternativ gibt es den Ostuferwanderweg.

 

Hat man das geahnt? Die älteste Pipline der Welt befindet sich zwischen Hallstatt und Ebensee. Die Rohrleitung die das Salzwasser von Hallstatt nach Ebensee zur dortigen Saline leitet. Exakt im Jahr 1595, wurde mit dem Bau dieses technischen Meisterwerks begonnen. Sie führte zunächst vom Salzbergwerk Hallstatt über Goisern bis Lauffen und Ischl, schließlich nach Ebensee, wo bereits im Jahr 1607 Hallstätter Sole zu Salz verarbeitet wurde.

Der Großteil des in unseren Bergen gewinnbaren Salzes verlangt den „nassen“ Abbau, also das Einleiten von Wasser in das Haselgebirge. Die durch Auslaugen gewonnene Sole wird später verkocht, wobei das Kochsalz abfällt. Eine Soleleitung war als Fördervorgang vom Salzberg zum Sudhaus zu allen Zeit der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung von wesentlicher Bedeutung. Von mindestens ebensolcher Bedeutung waren die großen Waldbestände des Salzkammerguts als Energieträger für das Auskochen des Salzes. Einen Festmeter Holz verbrannte man pro Tonne Salz.

 

Als das Holz zu Ende ging

Ein Ende des Waldreichtums war Ende des 16. Jahrhunderts schon zu erahnen.

 

„Also befehle ich, führt die Sole dem Walde nach, wenn der Wald rar wird bei den Bergen“. So entschied Kaiser Rudolf II. im Jahre 1595.

 

Seine „Kaiserlichen“ im Salzkammergut gingen rasch zu Werke. Der Wald, dem die Sole nachgeführt werden sollte, lag in Ebensee. Er schien unerschöpflich zu sein. So schlug die Geburtsstunde von Ebensee als Salinenhauptort des Salzkammergutes.

Die Markscheider mit ihren Vermessungsgeräten steckten den Leitungsweg in gleichmäßigem Gefälle vom hohen Berg herab ins Tal aus. Entlang den Felswänden, immer bedacht, möglichst geringe Bewegungen von Erd- und Steinmassen zu verursachen. Sanfte, naturnahe Bauweise würde man so etwas heute etwa nennen. Sie zogen vom Hallstättersee über den Hinlauf nach Bad Goisern, am wilden Lauffen vorbei nach Bad Ischl und wieder weiter nach Ebensee – insgesamt 40 Kilometer.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Ein Geschenk der Berge

Die Forstleute wählten die Stämme aus, die für die Rohherstellung geeignet waren, ganze 13 000 Bäume mit gleichmäßigen Zopfstärken mussten es sein. Die Strennleute hätten längst lange Bohrer (Nager) in mehreren Kalibern zum Vor- und Nachbohren vorbereitet. Extra wurde Flachhobeln und Konusschneiden entwickelt, um die satten Streckenverbindungen „Mandel in Weibel“ aus den gebohrten Stämmen herauszufräsen. Aneinander getrieben sitzen sie luft- und soledicht fest. Die so entstandene Holzleitung sollte immerhin 100 Jahre alt werden und die letzten Holzrohre wurden erst nach dem letzten Weltkrieg ausgewechselt. Die Kraft jedoch, die Sole fließen zu lassen, ist ein Geschenk des Berges, das natürliche Gefälle ins Tal hinab. Im Jahre 1607 rann die erste Sole nach Ebensee.

 

Die Gosauzwang-Brücke

Wo das Gosautal in das Hallstättersee-Becken ausmündet (Gosaumühle) wurde der Soleweg in seinem gleichmäßigen Verlauf unterbrochen. Die Rohre mussten tief hinab in den Bachgrund und von dort wieder steil aufwärts geführt werden. Im „Zwang“ nannte man das. Der Druck in diesem „Drücker“ erforderte mit Eisenringen umschmiedete Rohre und Spannschlösser an ihren Verzapfungen. Der „Zwang“ war bis 1775 die Hauptsorge der „Strennleute“, die Beanspruchung des Rohrwerks in diesem Teil war allzu groß. Kaiser Franz Josef II befahl schließlich den Bau der Gosauzwang-Brücke um diese neuralgische Stelle endlich zu beseitigen.

Die Brücke aus 5 bis 40 m hohen Pilastern mit Spannweiten von 25 Metern und einem Tragwerk aus gehackten Baumstämmen wurde zu einem Wahrzeichen der Salzkammergut Baukunst. Sie erhielt den Namen „Gosauzwang“.

Wie kam der erste Baum hinüber? Diese Frage mag wohl auch noch heute so manchen Bewunderer dieses Bauwerks beschäftigen. Auch bei damaligen Baugeschehen war das die schwierigste Frage. Der Platz auf den Pfeilköpfen ist ja gering und das Gewicht des über 25 Meter langen „Ensbaumes“ groß.

Eine Kommission der Hofkammer wurde entsandt, um dieses Problem zu lösen. Meister Spielbüchler, der Erbauer der Brücke, ließ den Baum legen, während die Hohe Kommission in Gosaumühl-Wirtshaus tafelte. Anstatt Lob erntete er jedoch Maßregelung und Schimpf, ja beinahe Entlassung, sodass man über dem Streit vergaß, wie denn nun tatsächlich der erste Baum, an dem alle weiteren Hölzer befördert werden konnten, hinübergelegt worden war.

 

Die älteste "Pipeline" der Welt

In bestimmten Abständen waren auch die baulich sehr reizvollen Solestuben notwendig, um die durchfließende Solemenge zu kontrollieren. Aber auch aufzuwärmen, um eine Verdickung durch Frost zu verhindern. Die Verstopfung der Leitung wäre die Folge gewesen. Unterschiede in den Messungsergebnissen zwischen Aufgabe und Ankunft wiesen auf Rohrleitungsgebrechen hin und beschränkten die Fehlersuche auf bestimmte Abschnitte.

Und heute gibt es sie immer noch, die Soleleitung. Aus Kunststoffrohren ist sie weit unter der Frostgrenze tief in die Erde verlegt. Auch die Ebenseer Saline wurde erneuert. Von den ersten Rundpfannen bis zu einer Salinenanlage, die den gesamten Salzbedarf Österreichs produzieren kann vergingen 370 Jahre.

Der andere Nutzen, den der Soleleitungsweg gebracht hat ist überhaupt noch nicht erwähnt worden. Er ist einer der ruhigsten und schönsten Spazierwege in der Ferienregion Dachstein Salzkammergut. Wiesen und Wälder durchquerend wandert man auf einem wahrhaft einzigartigen Weltrekord dahin – der ältesten „Pipline“ der Welt.

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Entlang der Soleleitung

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