Auf dem Foto sieht man den Schießstand der Armbrustschützen in Hallstatt (Foto: Viorel Munteanu)

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Masken und jene die sich dahinter verstecken!

In vielen Ländern unserer Erde werden zu bestimmten Gelegenheiten Masken getragen, zu Festen und religiösen Feiern, aber auch zu Versammlungen, die die ganze Gemeinschaft angehen, zum Beispiel zum Rechtsprechen in manchen afrikanischen Dorfgesellschaften.

Derjenigen, der die Maske trägt, fühlt sich „verwandelt“. Er ist nicht mehr er selber, sondern leiht seinen Körper, seine Stimme, seinen Geist einer anderen Macht. Im Besitz einer Krampusmaske werden so manche übermütig und trauen sich viel zu. Heutzutage geht es den meisten Jugendlichen jedoch um das schreckliche, dämonenartige Aussehen der Masken.

Oft geraten Maskenträger in eine Art Rauschzustand, und zwar ohne „Hilfe“ von Alkohol und Aufputschmitteln, sondern aus dem Gefühl heraus, eine besondere Rolle zu spielen.
Afrikanische Maskenschnitzer haben einem Forscher erzählt: „Es ist kein Zufall, welcher Schnitzer welche Maske schnitzt. Er träumt, und im Traum  erscheint ihm die Maske und befiehlt: „Mach mich, trag mich!“



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In Westafrika gibt es zum Beispiel „Richtermasken“, die im Dorf auftreten, um Streitgespräche zu schlichten. Niemand darf wissen, wer unter der Maske steckt. Andere Maskenträger haben die Aufgabe, Begebenheiten aus dem Leben des Toten, heitere und ernste, den Trauernden vorzuspielen. Viele Masken sind Verkörperungen von Geistern, die dem Menschen helfen, aber auch schaden können. Auch in Japan sind bei den religiösen Aufführungen mit Musikbegleitung Masken für bestimmte Typen gebräuchlich. Auf der indonesischen Insel Bali geht es um den Kampf zwischen Gut und Böse, der gute Geist muss die böse Hexe besiegen.

Sinn & Unsinn

Die Masken, die man bei uns in den Alpenländern trägt, erinnern an uralte Winter- und Vorfrühlingsbräuche und stammen aus vorchristlicher Zeit. In den Alpen wurden Felszeichnungen aus der Bronzezeit gefunden, die menschliche Gestalten mit merkwürdigen Kopfschmuck zeigen. Dieser „Kopfputz“ ähnelt sehr den Masken der Tiroler Schemenläufer und Perchtenspringer. Schon der heilige Bonifazius (7. Jahrhundert) schimpfte auf die winterlichen Lärmumzüge und Maskierungen, die die Germanen nicht und nicht aufgeben wollten. Welchen Sinn haben solche Umzüge? Die Menschen der alten Zeiten versuchten, im kalten Winter das Heller- und Wärmerwerden der Tage zu beschleunigen.

Die hässlichen Masken, die „schiachen“ Perchten, sollten böse Geister verjagen, die sich vor den langen Zähnen, den Hörnern und Mäulern der Holzlarven hoffentlich sehr fürchteten.

Mit dem Lärm der Schellen und Kuhglocken wurden die bösen Geister verjagt. Mit dem Maskenlärm glaubte man aber auch die gefrorene Erde aufzuwecken, damit sie wieder Frucht trage. Mit Springen, Stampfen und Lärmen wollten die Maskenträger das neue Leben aus der Erde hervorstampfen.

Bis in das 20igste Jahrhundert haben es nicht alle Sitten und Bräuche geschafft. Aber der Brauch des Krampusmaskenschnitzen und die Selbigen bei diversen Läufen zur Schau stellen hat sich gehalten, im Gegenteil – immer mehr Junge Burschen aber auch Mädchen interessieren sich für diesen Brauch.

 

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